Der Vordere Odenwald – zu den Wurzeln eines alten Hochgebirges

Der Kristalline Odenwald enthält aus Schmelzen auskristallisierte Tiefengesteine (Plutonite) wie Gabbro, Diorit, Granodiorit und Granit und Umwandlungsgesteine (Metamorphite). Umwandlungsgesteine entstehen, wenn Gesteinspakete bei einer Gebirgsbildung in große Tiefen versenkt werden und sich ihre Bestandteile in Chemie und Struktur den veränderten Druck- und Temperaturbedingungen anpassen. Tatsächlich sind diese Gesteine Zeugen einer Kontinent-Kontinent-Kollision, die sich vor 400 bis 320 Millionen Jahren abspielte. Zu jener Zeit wurden in unserer Region zwei größere Kontinente und mehrere Kontinent-Fragmente, sogenannte „Terranes“, durch plattentektonische Prozesse zum Großkontinent „Pangäa“ vereint. Diese Variskische Gebirgsbildung war die Geburtsstunde des geologischen Untergrundes von Europa. Durch Hebung und Abtragung gelangten die Gesteine aus den Wurzeln des Gebirges bis vor etwa 290 Millionen Jahren aus teilweise 20 km Tiefe bis an die Erdoberfläche. Gleichzeitig bestimmte ein hochexplosiver Vulkanismus die Landschaft der Region.

Granit der Tromm
anpoliertes Handstück, Bildbreite 10 cm
Vulkangestein Rhyolith (Quarzporphyr)
Steinbruch Leferenz bei Dossenheim
Verfaltete Gneise
bei Böllstein
Quarzdiorit
am Felsenmeer
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