Das Quartär – Felsenmeere, Dünen und Löss

Mit Beginn des Eiszeitalters vor etwa 2,6 Millionen Jahren sank der Meeresspiegel weltweit um über 100 m ab. Flüsse und Bäche tieften sich in den Untergrund ein, an den großen Flüssen entstanden immer tiefer liegende Terrassen. Die Zuflüsse in die Oberrheinebene, allen voran Neckar und Main, schnitten sich immer weiter in das Mittelgebirge ein. So erhielten die Kerbtäler im mittleren Odenwald ihr heutiges Gesicht. Aus den Schotter- und Sandflächen der Rheinebene konnte der dauerhaft wehende Westwind Sand zu Dünen aufwehen. Das feine Staubmaterial wurde weiter getragen und schlug sich als kalkhaltiger Löss am Rand des Odenwaldes und auf seinen Hochflächen nieder.

Während der Kaltzeiten war der Odenwald selbst nicht vergletschert, der Boden jedoch dauerhaft gefroren. Tauten bei entsprechender Sonneneinstrahlung, vor allem im Sommer, die oberen Bereiche mit verwittertem Gestein auf, so kam die wassergesättigte Schuttmasse über dem noch gefrorenen tieferen Untergrund ins Rutschen und bewegte sich daraufhin langsam hangabwärts (Bodenfließen). Durch Ausschwemmen von Feinmaterial zwischen großen Blöcken, die sich bevorzugt in Talmulden sammelten, entstanden die Felsenmeere des Odenwaldes.

Felsenmeer Lautertal
Lösshohlweg
bei Heppenheim
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