Buntsandstein – Ablagerungen einer Wüste

Die Sandsteine der Buntsandstein-Formation (Untere Trias) sind mit 252 bis 243 Millionen Jahren deutlich jünger als die Gesteine des Vorderen Odenwaldes. Über der bloßgelegten Wurzel des alten Gebirges hatte sich in dieser Zeit ein Wüstenbecken ausgebreitet, das vom heutigen Süddeutschland bis nach Norddeutschland und Polen reichte. Periodisch wasserführende Flusssysteme transportierten Sand, Schluff und Ton in das Becken und lagerten ihre Fracht dort Schicht um Schicht ab. Noch heute finden sich in den Gesteinen der Buntsandstein-Formation Spuren des strömenden Wassers in der Wüste in Form von Strömungsrippeln, wie man sie auch aus heutigen Bächen kennt. Negative von Gipskristallen, die sich im noch nicht verfestigten Sand gebildet hatten, zeigen an, dass das Wasser immer wieder rasch verdunstete. In der Buntsandstein-Formation gibt es zwar wegen der damals lebensfeindlichen Umwelt und der schlechten Erhaltungsbedingungen kaum Pflanzen- oder Tierfossilien. Im Oberen Buntsandstein belegen aber immer wieder Reptilienfährten, dass in der Wüste doch angepasstes Leben existiert haben muss.  

Sandstein-Schichtung
im Steinbruch Königswald bei Mömlingen
Negative von Gipskristallen im Rötquarzit
Beuchen bei Amorbach
Strömungsrippeln
im Steinbruch Litzelbach bei Gras-Ellenbach
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